Raum Weimar bzw. Thüringen Rosenberg

Liebe Mitforscher, ist jemand schon mal auf den ungewöhnlichen Namen Johann Wölbrand Rosenberg gestoßen? Er zog mit seiner Frau, Johanna Dorothea Köhler, vor 1715 mit mindestens 3 Kindern nach Weimar. Er war dort als fürstl. sächs. Commercien Commissarius tätig und starb 1751 in Weimar. Hat zufällig jemand seinen Geburts- und/oder Heiratsort gesehen? Vielen Dank schon mal.
Marie-Luise
 
Hallo Rainer, danke für die 3 Infos, ja. sie waren bekannt. Zu 1, es ist sein Sterbeeintrag, zu 2, der Sterbeeintrag seiner Frau, zu 3 die Verheiratung seines Enkelsohnes nach Apolda. Ich habe schon nahezu jeden Ort um Weimar und bis zur Landesgrenze nach Bayern abgesucht. Die Rosenbergs, auch Rosenbergers, tauchen aus dem Nichts auf, bleiben 1 bis max. 2 Generationen und verschwinden dann auch wieder nach Nirgendwo. Danke nochmals, Marie-Luise
 
Darf ich bitte fragen,

-warum muss diese Familie vor 1715 nach Weimar gekommen sein?
-was ist bitte der früheste Eintrag / die früheste Erwähnung dieser Familie Rosenberg in Weimar? (bitte einen Permalink zu diesem Eintrag mitteilen)

Vielen Dank.
 
Hier noch ein Werk aus seiner Feder. Wie schön, dass man heute nicht mehr gezwungen ist, seine Vorgesetzten in diesem Maße zu loben und zu preisen: https://vd18.gbv.de/viewer/image/00595049X/2/


Und noch ein finnischer Fund, eine Arbeit über Johann Gottfried Walter, in welcher beschrieben wird, dass man sich für den Transport von Noten und Büchern des "Paketdienstes" der Familie Rosenberg bediente:

https://taju.uniarts.fi/bitstream/handle/10024/6411/harju_studiamusica64.pdf?sequence=1&isAllowed=y (Seite 224)

"Wie die Noten wurden auch die Bücher in der Regel in Paketen verschickt, entweder durch Bekannte, Kuriere oder die Post. Walther nutzte für seine Lieferungen in der Regel die örtliche Kaufmannsfamilie Rosenberg413 , gelegentlich auch den Postkurier der Zeit.
...
413 Johann Wollbrand Rosenberg wird in mehreren Briefen Walthers als Paketzusteller erwähnt, und ab den 1740er Jahren führte sein Sohn Johann Christian das Geschäft weiter."


Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
 
Laut diesem Buchauszug kam er möglicherweise aus Hildesheim:

Man kann es nur als Volltreffer bezeichnen! Johann Christian ist einer der Söhne von Johann Wöllbrand Rosenberg, die aber nicht in Weimar geboren wurden. Er wird jedoch als Vater meines Vorfahren Johann Siegmund Ludwig Rosenberg (*4 Jun 1750 in Weimar) genannt, der seinerseits dann nach Memel auswanderte. Alle Angaben, soweit sie Weimar betreffen, stimmen auf den Tag genau. - Was mich allerdings etwas stutzig macht ist die Erwähnung in den Google-Books mit 1724 Gymnasium. Gut, er wäre zu dem Zeitpunkt 11 Jahre alt, aber die erste Erwähnung des Vaters in Weimar ist bereits zum Tod seines 3. Sohnes (alle nicht in Weimar geboren) am 12 Aug 1718.
https://www.archion.de/p/cb565bfdf3/
Gruß und Dank an alle Marie-Luise
 
Hier noch ein Werk aus seiner Feder. Wie schön, dass man heute nicht mehr gezwungen ist, seine Vorgesetzten in diesem Maße zu loben und zu preisen: https://vd18.gbv.de/viewer/image/00595049X/2/


Und noch ein finnischer Fund, eine Arbeit über Johann Gottfried Walter, in welcher beschrieben wird, dass man sich für den Transport von Noten und Büchern des "Paketdienstes" der Familie Rosenberg bediente:

https://taju.uniarts.fi/bitstream/handle/10024/6411/harju_studiamusica64.pdf?sequence=1&isAllowed=y (Seite 224)

"Wie die Noten wurden auch die Bücher in der Regel in Paketen verschickt, entweder durch Bekannte, Kuriere oder die Post. Walther nutzte für seine Lieferungen in der Regel die örtliche Kaufmannsfamilie Rosenberg413 , gelegentlich auch den Postkurier der Zeit.
...
413 Johann Wollbrand Rosenberg wird in mehreren Briefen Walthers als Paketzusteller erwähnt, und ab den 1740er Jahren führte sein Sohn Johann Christian das Geschäft weiter."


Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
Ach je, mit dem Commercien commissarius und den Strumpfwirkern und Strumpfverlegern konnte ich mich ja schon gut anfreunden, aber dass diese Familie Rosenberg nun auch ins Transportwesen eingestiegen ist, wäre ja interessant. Sohn Johann Christian wird bei seiner Heirat 1745 als wohlansehnlicher Handelsmann und Strumpfverleger genannt, später bei der Taufe seiner Kinder als Bürger und Strumpfmanufacturverleger. Vielen Dank für die links, ich werde sie sehr gerne lesen!
Gruß Marie-Luise
 
Guten Abend Marie-Luise,

ist die nachfolgend genannte (offenbar nicht digital verfügbare) Archivalie im Haupstaatsarchiv Weimar bekannt?


"Berichte und Eingaben des Handelskommissars Johann Wollbrand Rosenberg in Weimar"

Vielleicht ist es lohnenswert, sich näher damit zu beschäftigen.

Viel Erfolg und beste Grüße aus Ostwestfalen

Peter
Danke, Peter, für diesen interessanten link. Es ist spannend und auf jeden Fall lohnenswert, sich mit diesem Artikel zu beschäftigen. Mal sehen, vielleicht gibt es ja doch eine Möglichkeit, ihn zu lesen. - Danke dafür und Gruß nach Ostwestfalen, Marie-Luise
 
Was mich allerdings etwas stutzig macht ist die Erwähnung in den Google-Books mit 1724 Gymnasium. Gut, er wäre zu dem Zeitpunkt 11 Jahre alt, aber die erste Erwähnung des Vaters in Weimar ist bereits zum Tod seines 3. Sohnes (alle nicht in Weimar geboren) am 12 Aug 1718.
https://www.archion.de/p/cb565bfdf3/
Wenn das Geburtsdatum Dezember 1713 stimmt. wäre er die meiste Zeit des Jahres 1724 10 Jahre alt gewesen. Genau das Alter, in dem man heute in die Sexta des Gymnasiums kommt. Vorher war er sicherlich in einer anderen (Grund-)Schule oder hatte Privatlehrer.
 
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